Heute vor 30 Jahren starb, der in Mosambik geborene und in der DDR als Vertragsarbeiter beschäftigte, Jorge João Gomondai an den Folgen eines rassistisch motivierten Angriffs in Dresden.
Jorge Gomondai stieg in der Nacht zum Ostersonntag 1991 in den letzten Wagen einer Straßenbahn am Albertplatz. Eine Gruppe junger Männer betrat den gleichen Wagen und begann den 28-jährigen rassistisch zu beleidigen und anzugreifen. Die Straßenbahnfahrerin bemerkte 150 Meter nach Verlassen der Haltestelle eine offene Tür im letzten Wagen. Sie stieg aus und fand Jorge Gomondai blutend neben den Gleisen liegen. Trotz Erste-Hilfe Maßnahmen und sofortiger Einweisung in das Uniklinikum wachte Gomondai aus der Bewusstlosigkeit nicht mehr auf. Er verstarb am 6. April 1991 an den Folgen eines rassistisch motivierten Angriffs.
Das Gedenken konnte pandemiebedingt zum zweiten Mal in Folge nur eingeschränkt stattfinden. Was uns aber ein Bedürfnis bleibt, ist zumindest in diesem Rahmen zu erinnern.
In Gedenken an Jorge João Gomondai.
Schaut nicht weg. Rassismus tötet.