Tag Archiv für Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion: «Problemverein Dynamo?! – Rassismus und Menschenfeindlichkeit im Fußballstadion»

SG Dynamo DresdenAm vergangenen Dienstag nahmen Vertreter von 1953international an einer Podiumsdiskussion im Presseraum des Dynamostadions teil. Der Verein «Arbeit und Leben Sachsen e.V.» hatte zum Thema «Problemverein Dynamo?! – Rassismus und Menschenfeindlichkeit im
Fußballstadion» geladen. Die ca. 30 Teilnehmer aus vorrangig gestandener Generation erfuhren im Gespräch mit uns und Polizeidirektor Bernd Pätzold, welcher bekanntermaßen die Heimspiele der Sportgemeinschaft auf polizeilicher Seite leitet, vieles über aktuelle und vergangene Aspekte zur Thematik Rassismus rund um unseren Verein. Dabei konnten viele Vorurteile aufgelöst, die Sensibilität für die aktive Fanszene erhöht und auch das Thema Pyrotechnik auch einmal differenziert betrachtet werden. Die interessierten und streitbaren Teilnehmer konnten anschließend im persönlichen Gespräch ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen mit unserer Szene aufzeigen. Alles in allem war es eine aus unserer Sicht gelungene Veranstaltung.

Dialogkonferenz thematisiert auch Situation im Fußball

Dialogkonferenz «Neonazismus in Sachsen»

Am Freitag, dem 14. Dezember 2012, fand im Hygienemuseum Dresden die Dialogkonferenz «Neonazismus in Sachsen» statt. Die Veranstalter, das Netzwerk für Demokratie und Courage und der DGB Sachsen, wollten mit der Konferenz Austausch, Diskussion und Vernetzung rund um das Thema Neonazismus in Sachsen ermöglichen. Etwa 140 Menschen nahmen an der Konferenz Teil, auch mehrere Mitglieder unserer Initiative waren vor Ort.

Die vielfältigen Probleme mit Neonazis in Sachsen wurden zu Beginn der Konferenz in Spotlight-artigen Einblicken thematisiert. Neben Themen wie «Menschenverachtende Einstellungen in Schule und Betrieb», der «Extremismusklausel» oder dem Terror der «NSU» wurde auch ein Spot auf «Neonazismus im Fußball» gerichtet. Weiterlesen

«Fankultur zwischen Panikmache und notwendiger Konfliktschlichtung»

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hatte am 14.11. zu einem Vortrag des Fanforschers Gerd Dembowski mit anschließender Podiumsdiskussion geladen. Ca. 30 Menschen, darunter zwei Mitglieder unserer Initiative und mehrere bekannte Personen der Dresdner Fanszene, folgten der Veranstaltung.

Die Entstehung des Fußballs im Allgemeinen und der damit zusammenhängenden Gewalt beleuchtete der Soziologe in seinem Vortrag sehr anschaulich. Desweiteren ging er auf die Werte und das Sein eines jeden Fans und speziell der Ultras ein, welche z.T. aus territorialer Abgrenzung, sowie übertriebenen Männlichkeitsritualen besteht, aber auch eine sehr demokratische und heterogene Jugendbewegung hervorgebracht hat, welche trotzdem den Sinn für Rebellion oder Widerstand im progressiven Sinne nicht verloren hat. Gleichzeitig wurde auch über die Kanalisierung und Ventilfunktion von Gewalt im Fußball gesprochen, welche er vor allen Dingen mit Unfreiheit im Alltag (z.B. am Arbeitsplatz, in der Familie…) zu erklären versuchte. Weiterlesen