Tag Archiv für In eigener Sache

Nächste Runde: DYNAMO ANTIRAZZISTI

12049454_630033637099445_6547806151250995887_nNach dem auf unserer Fatsche in der Groovestation und zu anderen Anlässen die Dynamo Antirazzisti-Nickis schnell vergriffen waren, haben wir uns noch mal bemüht und Nachschub gedruckt.

Das neue Antirazzistimotiv erstrahlt nun ab heute nicht nur auf einem edlen Nicki, sondern auch auf einem schicken Kapuzenpulli. Beides gibt es wieder im dezenten Hellgrau.

Greift zu bevor die Teile vergriffen sind! Schreibt einfach eine kurze E-Mail mit eurer Größe und ob ihr ein Nicki oder einen Kapuzenpullover wollt an:
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Preise:
Nicki 13€
Pulli 25€

9. Nov.: Andacht an „unseren“ Stolpersteinen

stolpersteine15Am 9. November 2015 besorgten es sich zahlreiche Bürger in Dresden wieder selbst. Ihren Höhepunkt fanden die angsterfüllten Teilnehmer erneut in kruden Theorien: laut einer Rednerin dieses Sektenzirkels würden die sogenannten Gutmenschen angeblich die Bücher von Erich Kästner verbrennen. Außerdem müsste endlich mal Schluss sein mit diesem ganzen nervigen „Schuldkomplex“ hinsichtlich der Vergasung von Millionen von Menschen und so. Wird ja auch mal Zeit, immerhin sind wir ja alle später geboren und können nichts dafür. Wir haben ja alle auch endlich gelernt, so etwas wird uns nicht nochmal passieren. Um das zu belegen, kokettieren wir mit menschenverachtender Rhetorik und Logik – es ist ja schon so lange her, das kann uns doch auf keinen Fall nochmal passieren.

Während die Retter des christlich-jüdischen Abendlandes nun also Woche für Woche den gleichen Unsinn von sich geben, haben wir uns am Montag mal unserem „Schuldkomplex“ hingegeben. Im Rahmen dieses geschichtsträchtigen Tages putzten wir unsere fünf gestifteten Stolpersteine in der Nähe der Schauburg – dem Gründungsort der SGD – und gedachten mit Blumen und Kerzen, stellvertretend für alle Opfer der NS-Diktatur, der Familie Urbach.

Die oftmals beschworene „christlich-jüdische Abendlandkultur“ spielte dann offenkundig für einige Teilnehmer der Demonstration keine Rolle mehr. Blumen und Kerzen, die im Rahmen der Andacht zum 9. November an verschiedenen Standorten in Dresden niedergelegt wurden, wurden einfach weggetreten.

Sächsische Zeitung: Putzen statt Kicken

FARE-Aktionswochen 2015


Auch in diesem Jahr trägt die Mannschaft anlässlich der FARE-Aktionswochen (FARE: Football Against Racism in Europe) wieder das LOVE DYNAMO – HATE RACISM-Sondertrikot. Selbiges wird limitiert auf 500 Stück auch im Fanshop verkauft.

Seit einigen Jahren engagieren sich die Verantwortungsträger im Verein eigenständig um die Sondertrikot-Aktion – ganz ohne unser Zutun. Bedenkt man, dass 2008 unter der Ära Maas noch nicht einmal unsere Anfragen beantwortet wurden, ob wir Aktionen an FARE-Spieltagen durchführen können, so ist die selbstständige Teilnahme der SGD für uns heute ein deutliches Zeichen dafür, dass die Vereinsakteure sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Danke dafür!

12049454_630033637099445_6547806151250995887_nNachdem wir als Initiative in den vergangenen Jahren den Fokus der FARE-Aktionswochen vor allem darauf gelegt haben, einen öffentlichkeitswirksamen Anstoß zur Diskussion zu bieten, so halten wir uns diesmal damit etwas zurück, da auch die SGD – wie oben beschrieben – selbstständig in diesem Bereich aktiv ist. Für uns ist das die Chance, praktische Dinge im Kleinen anzugehen, deren öffentliche Wahrnehmung nicht vergleichbar ist mit einem Sondertrikot. Zurück zu den Wurzeln, sozusagen. Wir werden euch nach den FARE-Aktionswochen darüber informieren, was dies für uns bedeutet.

Trotzdem möchten wir natürlich auch denjenigen etwas bieten, die Rassismus und Ausgrenzung genau so satt haben, wie wir. Daher haben wir für euch beim Spiel gegen Cottbus am Fancontainer schicke, neue DYNAMO ANTIRAZZISTI-Nickis hinterlegt. Kostenpunkt: 12 Euro.

In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen in Dresden, egal ob Brandsätze auf (potentielle) Unterkünfte für Asylsuchende oder zuletzt auch Böller auf die Zelte an der Strehlener Straße nach dem Chemnitz-Spiel geschmissen werden, halten wir es für wichtig, klar Kante zu zeigen und sich zu positionieren. Es geht dabei nicht um die große Politik, sondern um die Werte, die eigentlich ja alle auch immer für sich einfordern: gegenseitigen Respekt und die Einhaltung zivilisatorischer Mindeststandards. Im Stadion und darüber hinaus.