In stillem Gedenken!

Gestern gedachten viele Menschen zum Jahrestag der Reichspogromnacht den Opfern ihrer Gegend.

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Wir putzten unsere fünf gestifteten Stolpersteine in der Nähe der Schauburg – dem Gründungsort der SGD – und gedachten mit Blumen und Kerzen, stellvertretend für alle Opfer der NS-Diktatur, der Familie Urbach und Nathan Arthur Levi.

Es fing damals mit Hetze und Diskriminierung an und endete in systematischer Verfolgung und Mord. Niemals vergessen!
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Bewusst und aktiv für unser aller Freiheit einstehen, unabhängig von Religion, Hautfarbe oder sexueller Orientierung!

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2. Jorge-Gomondai-Gedenk-Turnier

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In Gedenken an den 1991 in Dresden ermordeten Jorge Gomondai trugen am vergangenen Sonntag 12 Freizeitmannschaften auf dem Sportplatz von SSV Turbine Dresden e. V. in der Johannstadt ein schönes und sehr faires Fußballturnier aus. Organisiert wurde das 2. Jorge-Gomondai-Gedenk-Turnier von AFROPA e.V. und 1953international. Bei den angetretenen Mannschaften kickten geflüchtete Menschen gemeinsam mit Dresdnern. Die Musikgruppe Madagask’art aus Berlin sorgte für den musikalischen Support aus der Fankurve.
Sieger wurde das Team Keke Kumpirspor, den zweiten Platz gewann die Mannschaft Willkommen in Löbtau und der dritte Platz ging an FC Rotes Meer Dresden aus Dresden-Hellerau. Dynamo Fans aus dem Landkreis Oberhavel traten unter OHV-United an und erreichten trotz Verletzungspech den 4. Platz.

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Das Team 1953international „glänzte“ mit indiskutabler Leistung im 9-Meter-Schießen und schaffte es dadurch nur auf den 6. Platz.
Das olympische Motto „Dabei sein ist alles“ war hier vordergründig und sowieso ging es weniger ums Gewinnen. Viel wertvoller war das Kennenlernen von Menschen unterschiedlicher Herkunft und ein Nachmittag, der vielen Menschen Freude brachte.

In Gedenken an Jorge Gomondai!

Alltag aus, Stadion an!

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Am vergangenen Wochenende begleiteten wir wieder zahlreiche Kinder und Erwachsene, die in Deutschland Asyl suchen, ins Stadion. Der Sieg gegen die Bremer Amateure wurde standesgemäß bejubelt, die Begeisterung war wirklich überwältigend. Auch dank der Unterstützung des Vereins war es somit möglich, vielen Menschen eine zumindest zwischenzeitliche Abwechslung zum häufig recht tristen Alltag in ihren Unterkünften in Moritzburg, Großenhain und Dresden zu verschaffen. An Pfiffe, wie sie von einem offensichtlich äußerst verwöhnten Teil der Fans schon in der ersten Halbzeit zum besten gegeben wurden, war keinesfalls zu denken.

Wir freuen uns außerdem sehr darüber, dass die Initiative solcher Einladungen auch zunehmend von anderen Menschen, Gruppen und Organisationen ausgeht. Danke für den vielfältigen Einsatz!

Leider kam es im Anschluss an das Spiel erneut zu ekelhaften Anfeindungen gegenüber unseren Gästen. Neben dem offen zur Schau getragenen Rassismus spricht auch das Promille-Level dieser Pöbler wirklich Bände. Unterstützt lieber euren Verein mit eurer Stimme und nicht den Caterer mit eurem Suff!