Dynamo Dresden lädt asylsuchende Kinder zum Fußballcamp ein

Dynamo-Fußballcamp mitden Talenten von morgen?!

Dynamo-Fußballcamp mitden Talenten von morgen?!

Zum diesjährigen Ostercamp der Dynamo-Fußballschule hat die SG Dynamo Dresden gemeinsam mit dem Fanshop vier asylsuchende Kinder aus Dresden und Pirna eingeladen. Das Camp fand in den Osterferien im Dynamo-Stadion statt. Gemeinsam mit 40 anderen Kindern zwischen 7 und 14 Jahren trainierten die Jungen und Mädchen vier Tage lang hart. Trotz winterlichen Temperaturen meisterten alle die sechs Trainingseinheiten im Freien. Vermittelt hatte die Aktion die AG Asylsuchende Sächsische Schweiz, die sich im Landkreis von Dresden für die Belange von Asylsuchenden einsetzt.

Unter Leitung der ehemaligen Fußballprofis und Dynamo-Spieler Ralf Hauptmann und René Beuchel trainierten die Kinder in altersgerechten Gruppen Kopfbälle und Profitricks oder spielten auf dem Kleinfeld einfach eine Partie Fußball. Außerdem fanden ein Bowling-Ausflug, eine Stadiontour vom K-Block bis in die VIP-Lounge und ein Besuch des Fanshops statt.

Kopfballtraining

Kopfballtraining

«Großes Highlight für die Kids war aber der Besuch von Dynamo-Spieler Tobias Müller» meint René Beuchel. Roder, ein Junge aus Syrien, der in Dresden auch bei Motor Trachenberge kickt, fand Tobias Müller toll und berichtet, dass er sich viel Zeit für sämtliche Fragen genommen hat.
Alle Kinder erhielten am Ende des Camps eine Teilnahmeurkunde in gold, silber oder bronze sowie ein DFB-Abzeichen. Auch mit nach Hause nehmen sie ihre Trainingskleidung der Dynamo-Fußballschule, natürlich in schwarz-gelb. Und nicht nur für die vier asylsuchenden Kinder war die Woche auf dem Ostercamp von Dynamo ein tolles Erlebnis. «Besonders für die Kinder der Flüchtlinge war es eine tolle Abwechslung. Einige von ihnen leben in einer unsicheren Situation, wissen nicht, ob sie Deutschland wieder verlassen müssen. Hier auf dem Fußballcamp waren sie einfach nur Kinder und toll in die Gruppe integriert. Wir als AG Asylsuchende sagen noch einmal danke an den Verein Dynamo Dresden sowie den Fanshop, dass sie den Camp-Besuch ermöglicht haben.» erklärt Laura Piotrowski, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft.

Die Idee, das Fußballcamp für die Kinder anzubieten, entstand aus einem Projekt heraus, das die antirassistische Faninitiative 1953international gemeinsam mit der AG Asylsuchende macht. Zu jedem Heimspiel lädt die Faninitiative Asylsuchende zum Spielbesuch ein und vergibt bis zu 15 Tickets. Zunehmend hat sich dabei eine Fanfreundschaft mit einer festen Gruppe Asylsuchender aus Schmiedeberg und Pirna herausgebildet. Am 5. Mai gegen Saisonende ist auch eine größere Aktion geplant, bei der ein Team aus 11 asylsuchenden Einlaufkindern die Mannschaft der SG Dynamo Dresden auf das Spielfeld begleiten wird. Parallel erscheint im Stadionheft ein Artikel zu Asyl in Deutschland und zu den Beweggründen der Fanfreundschaft zwischen 1953international und den Asylsuchenden.

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