3. Jorge-Gomondai-Gedenkturnier

In Gedenken an den 1991 in Dresden ermordeten Jorge Gomondai trugen am 1. Mai diesen Jahres 15 Freizeitmannschaften auf dem Kunstrasenplatz im Schatten des Dynamostadions gemeinschaftlich ein Fußballturnier aus. Organisiert wurde das 3. Jorge-Gomondai-Gedenkturnier von AFROPA e.V. und 1953international.

Den ersten Platz erreichte Team Somalia, das im Finale mit 1:0 gegen Ahora aus Meißen triumphierte. Auch bei unserer Mannschaft kickten geflüchtete Menschen gemeinsam mit (Alt-)Dresdnern. Viele bekannte Gesichter wie die Dynamofans von OHV-United, die Sportfreunde vom FC Rotes Meer, Willkommen in Löbtau oder dem Max-Planck-Institut sowie einige Neulinge trotzten dem Wind und gingen auf Torejagd um Jorge Gomondai zu ehren. Wir danken allen TeilnehmerInnen, HelferInnen und UnterstützerInnen!

In Gedenken an Jorge Gomondai!

11. Geburtstag – zweiter Sampler! Rassismus ist kein Fangesang.

1953international feiert 11 Jahre „Rassismus ist KEIN Fangesang.“ und schmettert euch zu diesem Anlass eine gut durchmischte Platte mit 17 Dresdner Bands und Künstlern entgegen, welche unser Anliegen unterstützen und mit uns nach außen tragen wollen.
Von fetzigen Ska-Klängen & Reggae über Speed Folk, Rock, Punk und ähnlichem Geschrammel werdet ihr über rund eine Stunde vom Feinsten musikalisch beköstigt.
Nachdem wir bereits 2007 einen Musik-Sampler mit vielen Dresdner Bands veröffentlichten, folgt nun zum 11-jährigen Jubiläum die zweite Auflage.

Auch wenn einige Situationen in der Vergangenheit und auch aktuell frustrierend sind, blicken wir mit einem gewissen Stolz auf die vergangenen Jahre zurück. 11 Jahre kontinuierliche antirassistische Arbeit in sächsischen Verhältnissen sprechen für sich. Der Zuspruch, den wir erleben und der oftmals nicht öffentlich geschieht, gibt uns die Kraft weiterzumachen. Gleichzeitig möchten wir mit diesem Sampler allen danken, die uns auf diesem Weg begleitet haben.

Für entspannte 6 Euro ist die Platte vorerst über unserem Onlineshop und ab dem Heimspiel gegen Düsseldorf auch wie gewohnt im Stadion erhältlich!

Unterstützt haben uns folgende Bands:
The Lickshots, Yellow Umbrella, Banda Comunale, Die Ukrainiens, Cheap Stuff, KaltFront, Dolly D., Die KellerRatten, Break it down, Sunshine Mister Singing Club, Strongbow, Pro-Kontra, Dufferpit, Big Bullet Allstars, Doctor Colossus, The fuccflokks und Andi Valandi & Band!

VIELEN DANK DAFÜR!
LOVE MUSIC – HATE RACISM #LDHR

Gedanken zum Spiel in Nürnberg

Rund 10.000 Dynamofans konnten am Sonntag in Nürnberg eine weitere starke Leistung unserer Goldfüße bejubeln und taten das auch ausgelassen. Die zwei Verletzungen unserer Leistungsträger Andy Gogia und Erich Berko waren aber nur ein Teil der negativen Begleiterscheinungen. Konnte die teilweise chaotische Parkplatzsuche noch schnell abgehakt werden, war die Einlasssituation eines Profiklubs schon wieder unwürdig. Warum der Einlass erst 90 Minuten vor Anpfiff öffnet, wenn man weiß, dass zig Tausend Gästefans kommen: Unbegreiflich. So warteten schon Hunderte am Einlass als der Fanmarsch ankam. Wenn man schon meint, eine Vorkontrolle verschnörkelt vorm Eingang einrichten zu müssen, dann sollte das auch kenntlich sein. So führte die Polizei den Fanmarsch erst an dem Nadelör von Eingang vorbei, um dann die gesamte Meute auf die langgezogene auf Bauchhöhe vergitterte Flanke des Einlasses treffen zu lassen, was man bei einer Menschenmenge natürlich nicht mehr sieht. Wer vorher nicht schon in Schlamm und Stolperfallen Probleme bekam, wurde dann eben ans Gitter gedrückt und wahlweise von Ordnern oder Polizisten drangsaliert.

Nicht nachzuvollziehende Dummheit musste man sich dann auch teilweise im Zuschauerbereich wieder bieten lassen. Abgesehen von vereinzeltem verbalem Abfall einiger Individuen, fiel vor allem ein unfassbar geistreiches Spruchband auf. Wenn massenhaft Heim- und Gästefans sowie neutrale Beobachter in gleicher Weise auf ein Spruchband reagieren, war es entweder richtig gut, vielleicht sogar lustig oder einfach nur ein so tiefer Griff ins Klo, dass es ni nur der Duft von Scheiße ist, der die Nase berührt. Wir meinen, unsere Fanszene ist dann doch ein bissl gewitzter und hat eigentlich viel mehr drauf! Für rassistische Hirnireime ist da kein Platz! Sport frei!